Nichts bedeutet mehr Schmerz, als sich in Zeiten des Unglücks Zeiten des Glücks zu erinnern (Dante Alighieri) Mein Weg der
Trauer: Für mich begann am 1. Juli 2000 der lange, unendlich schwere Weg der Trauer. Auch das Bewußtsein, daß Tausende von Müttern diesen Weg vor mir beschritten haben und ihn zur gleichen Zeit beschreiten, konnte mir nicht Trost sein. Ich hatte mein Kind verloren und mein Herz war in Stücke zerborsten und jeder Versuch, die einzelnen Teile wieder zusammenzusetzen, scheiterte. Ich begann zu lernen, mit einem zerschmetterten Herzen zu leben. Leben? Ich wollte nicht leben, ich wollte dort sein,
wo ich Florian vermutete. Wo war er? Ich schrie nach ihm, ich rief seinen
Namen, bat ihn um Zeichen, Zeichen seiner geistigen Anwesenheit und
.....die Zeichen kamen und vielleicht waren und bleiben sie mein einzig
wirklicher Trost. Federn schickt mir Florian, wenn mich die Verzweiflung und der
Schmerz zu überwältigen scheinen, wenn ich kurz davor bin, verrückt zu werden
vor Schmerz, dann fand und finde ich eine Feder. Florian
schickt uns viele dieser kleinen Zeichen, wir haben gelernt, sie zu verstehen!
Memento
(Mascha Kaléko)
Was
mir hilft: In erster Linie hilft mir meine tiefe, unerschütterliche Liebe zu Florian, die sich nach seinem Tod in eine Brücke zwischen unseren Welten und in eine neue Kraft verwandelte. Sein Vermächtnis an mich ist, daß ich weiterlebe, daran habe ich niemals gezweifelt. Florian hat das Leben so geliebt, er hatte keine Wahl – ich habe sie und war mit dessen stets bewußt. Vielleicht war der schwerste Schritt der, mich für das neue Leben zu entscheiden. Meine Liebe und mein tiefes Vertrauen zu Hans-Jürgen, meinem Mann. Er, der Überbringer der fürchterlichen Botschaft sein mußte, war vom ersten Moment an einfach für mich da. Ich kann es nur so beschreiben: er war und ist einfach da und er macht mir das größte Geschenk, indem er mich liebt, in der Trauer fest mit mir verbunden bleibt, sie mit mir teilt und an mich und an meinen Überlebenswillen glaubt. Vielleicht hat er mir damit das Leben gerettet. Hans-Jürgen ist nicht Florian's Vater, er war ihm aber in den letzten Jahren ein liebevoller väterlicher Begleiter geworden, auf dessen Wort Florian sehr viel gab und auf den immer Verlass war. Wenn Hans-Jürgen mich fragt, was er für mich tun kann, dann sage ich: "Glaube an mich!" Dies ist die größtmögliche Hilfe. Und die Seelen, die gemeinsame Leiden geeint haben, vermag nichts mehr zu trennen - weder die Seligkeit der Freude noch ihr Rausch. Die Bande, welche die Traurigkeit zwischen zwei Seelen knüpft, sind stärker als die Bande der Glückseligkeit. Und die Liebe, die mit Tränen besiegelt wird, bleibt ewig rein und schön. (Khalil Gibran) Ich spürte in der ersten Phase der Trauer wie sich meine Wahrnehmungsfähigkeit verschärfte und mein Empfindungsvermögen verstärkte. Ich schwamm. Vor unserem Garten läuft ein Fluß und ich schwamm dort beinahe so, als ginge es um mein Leben. Ich stand sehr früh auf und ging barfuß durch den Garten, ich berührte die Obstbäume, die alte Weide, sprach zu ihnen und bat sie um Kraft. In allen Dingen, die ich tat, suchte ich nach Florian. So sehr mein Geist sich öffnete, meine Gedanken klar und alle Sinne hell wach waren, bleib mein restlicher Körper im Zustand des Schocks. Fast ein halbes Jahr lang hatte ich kein Schmerzempfinden. Manchmal überkam mich der Wunsch, mir Schmerz zuzufügen, um meine Seelenqualen nicht mehr zu spüren. Nie überkam mich der Wunsch, anderen Leid zu wünschen. Im Gegenteil, mein Mitgefühl am Schicksal anderer wuchs. Die Endlichkeit meiner Kräfte täglich spürend, verabschiedete ich mich für lange Zeit vom "normalen Leben" - ein Jahr lang las ich keine Zeitung, hörte ich kein Radio und sah nicht mehr TV. Meine Energie widmete ich dem Lesen und dem Schreiben. Ich setzte mich an den PC und schrieb all unsere Briefe ab, die wir in den fast fünf Jahren, die Florian in Irland gelebt lebte, geschrieben haben. Es füllten sich die Seiten und oft mußte ich innehalten, weil ich so nah an den Erinnerungen war, daß ich es nicht mehr ertragen konnte. Es war, als hätte ich Florian noch einmal an der Hand genommen und ging mit ihm unsere letzten, schönen und harmonischen Jahre noch einmal durch. Kurz vor Weihnachten hatte ich diese Arbeit beendet. Ich habe in dieser Zeit unendlich viel geweint und Florian so schmerzlich vermißt. Zugleich war mit bewußt, welch unendlichen Schatz er mir mit seinen Briefen, seinen Worten und Gedanken hinterlassen hat. Diese Briefe sind das Schönste und Wertvollste, das ich besitze. Immer brannte eine Kerze in seinem Zimmer, immer brachte ich ihm frische Blumen. Dies ist bis heute so geblieben. Jeden Samstag, zur Stunde seines Todes, saßen Hans-Jürgen und ich dort in dem Raum, der sich langsam mit seinen Sachen füllte, die aus Irland zurückgekommen waren. Ein Jahr lang behielten wir dieses Ritual bei - ein langes Jahr begleiteten wir seinen Tod - Samstag für Samstag. ...Denn was heißt Sterben anderes, als nackt im Wind zu stehen und in der Sonne zu schmelzen? Und was heißt nicht mehr zu atmen anderes, als den Atem von seinen rastlosen Gezeiten zu befreien, damit er emporsteigt und sich entfaltet und ungehindert Gott suchen kann? Nur wenn ihr vom Fluß der Stille trinkt, werdet ihr wirklich singen. Und wenn ihr den Gipfel des Berges erreicht habt, dann werdet ihr anfangen zu steigen. Und wenn die Erde eure Glieder fordert, dann werdet ihr wahrhaft tanzen (Khalil Gibran) Die Stille! Die Stille und die Einsamkeit waren und sind ein so wichtiger Faktor meiner Trauer und meiner Heilung! Noch oft sitze ich Stunden und schaue aus dem Fenster auf das Wasser oder beobachte die Wolken. "Wo bist Du Florian? Wo bist Du?" Nie fühle ich mich hier im Hause in der Geborgenheit und der Nähe von Florian alleine. Alleine fühle ich mich erst, als ich unter Menschen trete! Ich hatte bald begonnen, mit Florian zu sprechen, ihm von meinen Gedanken zu erzählen und noch heute frage ich ihn um Rat und Hilfe, wenn ich Entscheidungen zu treffen habe. Ich las für ihn und lese und spreche Gedichte für ihn.
Wir sind aus demselben Stoff, aus dem ein Traum besteht, und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf. William Shakespeare
Die Musik war stets ein wichtiges Bindeglied zwischen Florian und mir. Solange wir zusammen lebten, hörten wir zusammen Musik und dann als Florian nach Irland ging wurde sie ein großer Tröster: Cranberries, Enya, Loreena Mc Kennit. Mit ihren Liedern begleitete ich meinen Sohn dort in dem Land in das wir uns längst auch verliebt hatten. Zu ihren Liedern weinte ich bittere Abschiedstränen und zu ihren Liedern reisten wir mit Florian entlang der Westküste Irlands - sprachlos und tief berührt über die Wildheit und Schönheit der Natur. Immer neue CDs brachte ich zurück, nahm sie für Florian auf und so saßen wir beide oft, er an seinem Fenster - in den irischen Himmel blickend, Lebenspläne schmiedend - ich hier in der großen Stadt und fühlten uns über diese Musik eng verbunden. "Song for Ireland" wurde unsere "Hymne" und wir spielten dieses Lied für Florian auf unserem letzten Gang mit ihm am 7. Juli 2000. Mein Herz ist voller Dankbarkeit, diese Musik heute zu haben. Sie begleitet mich täglich in meinem neuen Leben, sie wird immer eine Verbindung zu Florian bleiben und mit unseren Reisen nach Irland werden wir an unserem Versprechen festhalten, dieses Land weiter zu entdecken und zu erkunden. Florian wird bei uns sein, denn er sieht die Welt nun durch unsere Augen! Living
on your western shore
Ich lebte an deinem westlichen Strand Saw
summer sunsets, asked for more
Sah
Sonnenuntergänge
von den ich nicht genug bekommen
konnte. I
stood by your Atlantic Sea
Ich stand an deinem Atlantischen Ozean And
sang the song for Ireland und sang ein Lied für Irland
Florian's Grab Ostern 2001 Florian's Grab ist ein wichtiger Ort für uns geworden, der Ort der größtmöglichen physischen Nähe. Mit viel Liebe und Hingabe pflegen Hans-Jürgen und ich seinen "kleinen Garten", bepflanzen ihn immer wieder neu und entdeckten, daß dieses Grab ein Ort der Begegnung geworden ist. Oft finden wir kleine Zeichen, die seine BesucherInnen hinterlassen: Steine aus aller Welt haben sich angesammelt, Blumen, Engel, Karten, die davon sprechen, wie sehr er vermißt wird, ein Foto seiner Freunde, es zeigt ihn lachend mitten unter ihnen: "Gabi, Florian ist immer bei uns. Oft sprechen wir von ihm, nie werden wir ihn vergessen können..."trösten sie mich. Täglich besuche ich ihn dort - immer brennt ein Licht für ihn! Neun Monate nach seinem Tod, am 1. April 2001, stellten wir mit einer kleinen Gedenkfeier, die Skulptur auf, die Ed Knops, ein guter Freund von uns und ein begnadeter Künstler für Florian geschaffen hatte.....In Anlehnung an seine Metapher des Lebensbootes, trägt ein Messingsegel seinen Namen und die Takelage dieses Bootes, die zum Universum zu steigen scheint, steht für die Leichtigkeit seines Lebens. Ein Denkmal für meinen Sohn, ein Denkmal für ein glückliches, kurz gelebtes Leben. Unsere
Bank Noch
immer sitzt du hier als
würde sich dein Schatten ausruhen
und
durch mein Kommen zum
Leben erweckt werden Alle
Worte, Gedanken, Gefühle warten
auf mich um
durch deinen Zauber lebendig
zu werden Täglich
setze ich mich zu dir schließe
die Augen sinke
in deinen Schatten und
atme dich ein Der
Tod hat etwas endgültiges aber
hier an diesem Ort bist
du warm und wahr für
einen kurzen Augenblick
Otto Lenk Mit
Fortschreiten der Zeit erkannte ich, daß meine Trauer in erster Linie ein
einsamer Weg sein würde und dass dieser Weg immer wieder durch mein
tiefstes Inneres führt und ich die Wahl habe, dort in der qualvollen Tiefe zu
verharren, selbst schrittweise zu sterben, oder an die Oberfläche zu
steigen und mich dem Schicksal zu stellen. Dies ist der beschwerlichere Weg, zu
Sterben wäre leichter. Zu Leben heißt, sich dem Schmerz über diesen
unersetzbaren Verlust zu stellen, sich zu verändern, zu spüren, daß man, wenn
man aus diesem Prozeß der Trauer hervorgeht, niemals mehr der Mensch wird sein
können, der man früher war! Man hat dort unten sein altes Ich zurückgelassen,
man ist gereift und hat sich gehäutet. Zu akzeptieren, daß Florian vorausgegangen war, daß jedoch die Natur und alles andere weiterbestand, daß das Leben nicht einfach innehielt und schwieg, das sind fürchterliche Erkenntnisse, die mich das Leben lehrt und ....es geht weiter, dieses Leben. Ich zähle nach wie vor die Tage, die ich ohne Florian lebe, staunend, daß die Zeit, die mir wie Lichtjahre erscheinen nur eine Abfolge sind von Tagen und Wochen. Für mich begann eine neue Zeitrechnung. Alles mißt sich an dem Tag, an dem Florian ging. Ich
begann, wie früher, an ihn zu schreiben. Diese Verbindung tut mir gut. Er ist
physisch gegangen, aber sein Geist blieb und bleibt. Er wird mein Leben bis zu
dem Tage begleiten, an dem wir uns wiedersehen. Dies ist mein fester Glaube! „Du
bist tot! Ich muß noch ein bißchen bleiben, dann komme ich auch….." Freunde: Neben der Einsamkeit und der Stille, die vielleicht meine größten Heiler sind, waren und sind da Menschen, die mich liebevoll und fürsorglich begleiteten. Florian’s Freundin Eimear in Irland ist noch immer mit uns verbunden und Florian’s Freunde sind Teil meiner Zukunft geworden! Teile der Familie und ein Teil der Freunde rückten näher aneinander und manchmal war mir, als würde Florian ein unsichtbares Band um uns alle, die wir um ihn trauern, gewoben haben. Mit
einigen Freunden bin ich über das Internet
verbunden, ein guter schneller Weg, den ich sehr zu schätzen gelernt habe.
Manche Freunde gingen verloren. Sie konnten nicht mit uns trauern, nicht
mitleiden, fanden keine Worte.
Eine Holzarbeit, von Douglas für Florian 2001 Florian ist "Menschenfischer" geworden. Seit ich die homepage habe, erreichen mich wunderbare Briefe und über diese Seite im Internet habe ich mittlerweile Kontakt zu anderen Menschen, die ich fest an meiner Seite weiß, mit denen ich das Schicksal teile, verwaiste Mutter zu sein.
Sprechen zu dürfen von dir mit denen, die dich kannten dich liebten Sprechen zu können von dir wie du warst dich in Worten wiedererleben nur ein paar Stunden lang Und dann einschlafen vor dem nächsten Alleinsein das doch unausweichbar wartet (Gitta Deutsch)
Arbeit
und Umwelt:
„Jede
Jahreszeit, jeder Weg, jeder Handgriff müssen neu erfahren werden“... Der Sommer verging, der Herbst zog ein und mit ihm das schmerzliche Gefühl, die erste neue Jahreszeit, ohne Florian zu beginnen. Wir mußten schmerzlich lernen, seine Geburtstage ohne ihn begehen. Wir haben ein schönes Ritutal entwickelt, in dem wir seine und unsere Freunde einladen, für Florian lesen, musizieren, gemeinsam seiner gedenken, gemeinsam weinen und gemeinsam lachen. Zum Abschluß dieser Gedenkstunden setzen wir kleine Boote mit Kerzen auf das Wasser vor unserem Garten und schicken ihm unsere Gedanken und Wünsche. Wir
mußten und müssen lernen, Weihnachten
und die anderen Festtage neu zu erleben und uns jeweils auf die nächste
Jahreszeit vorzubereiten. Der Kreis hat sich inzwischen geschlossen: alle
Jahreszeiten, die es zu erleben galt, sind einmal an uns vorübergezogen - unendliche
Herausforderungen! Wollte ich noch im ersten Frühling die keimenden Blumen im
Garten ausreissen und mich vor der Sonne schützen, deren Strahlen schmerzten,
so konnte ich mich im zweiten Frühling an den Sonnenstrahlen wärmen und die
kleinen zarten Blumen waren Trost für meine Augen. Nach
einem halben Jahr näherte ich mich der Arbeit mit der schmerzlichen
Erkenntnis, daß jeder Schritt, jeder Handgriff neu getan werden mußten. Neu
deshalb, weil er zum letzten Mal in einem anderen Leben, mit einem anderen Gefühl
ausgeführt worden war. Es war schwer, an einen Ort zurückzukehren, den man in
eben diesem anderen Leben verlassen hatte. Für meine KollegInnen war ich
sicherlich oft schwer zu ertragen und eine Herausforderung, die sie jedoch
annahmen. Bis
heute habe ich es nicht geschafft, in ein Kino, ein Theater oder ein Konzert zu
gehen. Die Ausnahme war ein Konzert mit irischer Musik im letzten Herbst, in
dem die Gruppe NORLAND WIND Florian ein Stück widmete. Ich hatte all meine und
Florian's Freunde zu diesem event eingeladen. Ihre Begleitung gab mir die Kraft
für diesen Ausflug in eine Normalität, die es für mich noch immer nicht gibt.
"Das beste an der Zukunft ist, daß sie nur einen Tag nach dem anderen kommt." (Abraham Lincoln) Mit Florian's Tod ist ein großer Teil - der wichtigste Teil - meiner Zukunft verloren gegangen. Diese Erkenntnis war eine der schmerzlichsten überhaupt: nie werde ich Großmutter von Florian's Kindern sein, ihre "granny", wovon ich so sehr geträumt hatte. Unsere irischen Enkelkinder, wir hatten sie oft vor Augen: dunkelhaarig und blauäugig, wie Eimear, blond, wie Florian, wunderschön und ein wenig wild..... Die Realisierung dieses Verlustes an Zukunft war und ist nach wie vor eine der schmerzlichsten Aufgaben der Trauer. So sehr ich meine Mutterrolle geliebt habe, wieviel attraktiver noch erschien mir immer die Rolle der granny. Ich konnte es kaum erwarten..."Bin ich denn überhaupt noch Mutter?" habe ich Hans-Jürgen eines Tages gefragt. Ich spürte so schmerzlich, so unendlich grausam den aktiven Verlust dieser geliebten Rolle: Ja, ich bleibe Florian's Mutter, und ich bin unendlich stolz, seine Mutter zu sein.
Kein Kinderspiel Mutter wie weit darf ich reisen? Soweit du willst. Wirst du auch nicht weinen? Laß meine Tränen Mein Herz hat Flügel (Anne Steinwart) Dies schrieb ich Florian am 13.September 1996,einen Tag bevor er Deutschland verließ, in ein kleines Album, mit Fotos seiner Familie, seiner Freunden und den Orten, die auf seine Rückkehr warten würden....
Florian bei einem seiner Besuche in Berlin 1998 Der
Schmerz etwas ruhiger geworden, ich kann mich dem Leben besser und länger
zuwenden,
wenn es auch große und heftige Rückschläge gibt. Ich spüre aber auch eine
Kraft in mir, von der ich niemals geglaubt habe, sie zu besitzen. Ich kann
wieder mehr Geben und nicht nur Nehmen. Ich spüre eine beginnende Heilung
in mir, und ich versuche, zu akzeptieren, daß es für den Tod von Florian keinen
Trost geben wird. Ich werde dieses Schicksal ungetröstet tragen müssen. Ich
lese viel und nehme die Worte in mich auf. Ich finde Trost in
der Natur und ich bin mir sicherer den je, daß Florian ein fester
Bestandteil meines Lebens ist und für immer sein wird. Ich habe das Vertrauen oder die Gewißheit, daß Florian weiterhin in einer anderen, uns nicht direkt zugänglichen Form existiert, daß er weiterhin lebt und an Erfahrungen teilnimmt, daß er von uns und um uns weiß und es vielleicht sogar möglich ist, mit ihm in Kontakt zu kommen. Wir haben erlebt, daß Florian's Tod uns in eine vertiefte oder sogar gänzliche neue Form von Spiritualität geführt hat. Wir haben das Gefühl, daß diese neugewonnene Dimension ein Geschenk Florian's an uns ist.
.....und
Liebe ist unsterblich, und der Tod nur ein Horizont, und
ein Horizont ist nur die Grenze unseres Blickes. Gabriele
Gérard 30. Dezember 2001 am 547sten Tag nach Florian's Gehen. Aktualisiert am 29. Juli 2002 am 758stigen Tag nach Florian's Gehen |